Freitag, 30. April 2010

Ja, ähm,...Gatton

Ok, Gatton.Gatton könnte man vielleicht von der Größe her mit ganz RSK N vergleichen.Es ist eher ein Nest. Nicht sehr viel los. Ein gutes Pub, Coles und IGA Supermarkt,ein Internetcafé(!!!), verschiedene kleine Geschäfte für Gemüse und so Zeug, ein paarKleiderläden, viel Farm-und Traktorengeschäfte, ein kleines Bahnhöfchen, einen kleinen, netten Park, ein Freibad mit einem Becken, dass nicht für jeden nutzbar ist und einen KFC(!!!).Als ich dann also am Mittwoch (24.03.) gegen 4 in diesem Nest ankam, wurde ich vom Farmer am Stadtzentrum(unten zu sehen) abgeholt und zu einen anderen Arbeiter gebracht.
In Gatton leben relativ viele Wanderarbeiter und als Unterkünfte gibt es viele WGs oderBuden im Caravanpark. Der Farmer, den alle 'Rooster' nennen, brachte mich also zu einemanderen Arbeiter um mit diesem zu wohnen. Diesen 'Haus' in dem ich dann ca. eine Wochewohnte stellte sich dann allerdings nicht nur als 2er-WG heraus. Wir teilten uns diese kleine,schäbige Bude mit tausenden von Kakerlaken, Moskitos und sonstigem Getier, von dem ich, vielleicht zum Glück, nichts gesehen habe.

Diese Unterkunft war zwar sehr preiswert, ich hatte mein eigenes Zimmer(oder eher Kammer) jedoch stand mir der Sinn nach etwassaubererem und nach einer WG mit Internetanschluss. Als mir dann beim Arbeiten eineKollegin anbot bei ihrem Sohn ins frisch gekaufte Haus mit ein zu ziehen, ließ ich nichtsanbrennen und zog am darauf folgenden Wochenende in eine neue, schönere Behausung.


Hier hatte ich mein eigenes(, richtiges) Zimmer, eine gute Küche, schönes Wohnzimmer und 2 sehr nette Mitbewohner. Internet gibt es auch, also konnte ich ab da an wieder besserKontakt zur Außenwelt finden.

Zum Arbeiten. 'Rooster ist nicht direkt ein Farmer. Er arbeitet für Farmer und stelltTeams(oder hier Gangs genannt: Brokkoli-Gang, Lettuce-Gang,...) zusammen, welche für die Farmer arbeiten.Z.B. wir ihm am Vorabend gesagt: 'Ok Mate! Wir brauchen 6 Leute zum Brokkoli schneiden,5 Leute zum Verpacken, 6 zum Salat ernten und 10 zum Saat pflanzen!'Und so stellt er die Gangs zusammen und am Morgen werden alle abgeholt und zuihrem Arbeitsplatz gebracht.Für mich sieht das dann so aus:Ich steh um 5:30 vorm Haus und warte auf den Arbeiterbus, der meistens so gegen 5:50kommt. Um 6:00 sollte dann die Arbeit überall anfangen. Ich steig dann also in den Bus ein undhabe meistens noch keine Ahnung was ich heute machen werde. Somit kann es schon ziemlichAufregend sein! Vor allem in der 1. Woche, wenn man noch gar keinen Plan hat.Dann wird bis ca. 9:00 gearbeitet und dann gibt es ein kleines bezahltes Vesper.Danach wird meistens bis ca. 13:00 oder auch mal 16:00 weitergearbeitet.Bisher war ich Brokkoli ernten,

Salat ernten,

in einer großen Halle Brokkoli in Kartons mit Eis verpacken und kleine Plätzchen pflanzen.Das Pflanzen und ernten passiert auf riesigen Feldern, wie man vielleicht auf den Bildern erahnenkann. Leider sind die Bilder nicht besonders gut, da meine Kamera irgendwie im Surfer's Paradisekaputt ging und ich Bilder mit meinem Handy machen musste. Beim Ernten läuft man stupide den ganzen Tag einem großen Traktor mit 3 riesigen Körben hinterher und wirft eine Pflanze nach der anderen hinein. Beim Pflanzen sitzt man ca. hinten auf der Ackerschiene des Traktors und stecktso schnell man kann kleine Pflanzen in eine Maschine, welche die Pflanzen unten in die Erde stampft. Die Arbeit an sich ist nicht sehr anstrengend, jedoch die Dauer und die Sonne erschweren sie sehr.

So watet man dann oft durch die(für mich) hüfthohen Pflanzenfelder, meistens ohne zu sehen was auf dem Boden unter einem so abgeht(--> Frösche, Echsen, Schlangen,...). Beim Arbeitenwird sich dann oft über Footy (in Australien Rugby) unterhalten. Rugby ist hier ca. so populär wie bei uns Fußball. Jeder hat so sein Lieblingsteam und so wird oft gefachsimpelt und von Spielen geschwärmt.


Oft wir auch Samstags gearbeitet, was mir nur entgegen kommt, da man somit einen Tag mehrzum Geld verdienen hat. Am Wochenende wird aber auch öfters mal in geselliger Runde zusammen gesessen und über Arbeit, die Heimat oder sonstiges geredet, getrunken, getanzt und gelacht.Hier in Gatton gibt es erstaunlich viel Koreaner, die Briten und Iren sind auch stark vertreten.Deutsche habe ich hier jetzt noch nicht sehr viel kennen gelernt.Zum Geld sparen und Arbeiten ist Gatton genau das Richtige, hier gibt es nicht viel(außer KFC vielleicht) wo man sein Geld raus pulvern kann.

Donnerstag, 29. April 2010

Vom großen Sydney ins kleine Gatton...

Zuerst mal: Sorry! Tut mir Leid, dass ich mein Blog nicht regelmäßiger aktualisiert hab.Aber hier in Gatton ist es scheinbar echt ein Problem nen guten Internetzugangzu bekommen. Ich hab gehört sogar in Bolivien soll es besser sein!Dort gibt es wohl an jeder Straßenecke sehr preiswerte Internetcafés.Jedoch hier in Gatton gibt es nur eines. Offen von Mo. bis Do., 5 Stunden anbesagten Tagen und dazu noch schweineteuer!Naja, sorry, wie gesagt.Jetzt versuch ich euch mal auf den neusten Stand zu bringen: Nachdem ich nun 2 Monate in der Großstadt Sydney verbracht hatte, Freunde, Arbeit und Wohnung gefunden hatte, stand mir der Sinn nach etwas kleinerem und etwas mehr Ruhe.Nach langem Überlegen entschied ich mich, mich für einen Job auf einer Farm zu bewerben.Das Leben in Sydney war zwar wunderschön, mit Freunden, für das Rote Kreuz arbeiten und Party machen, jedoch auch ganz schön teuer!Sydney hat sooo viel zu bieten und ist eine herrliche Stadt, tagsüber und auch in der Nacht.
In Australien gibt es verschiedene Wege an einen Farmjob zu gelangen. Man setzt sich in einen der vielen Busse, die durchs Land sausen und lässt sich in einer kleineren Stadt absetzten und fragt nach Arbeit. (Hab ich echt gehört, dass das jmd gemacht hat!!)Man macht sich im Internet schlau und versucht in ein 'Working-Hostel' zu kommen. Die Chancen dort sind gar nicht schlecht ein Bett und eine Arbeitsstelle zu bekommen.Man kennt jmd, der jmd kennt, der jmd kennt, der die Nummer eines Farmers hat Besser gesagt, Mundpropaganda! In meinem Fall hatte mein Vater eine Nummer eines Farmers in der Nähe von Brisbane. Ich schätze es gibt noch 20 andere Möglichkeiten an einen Farmjob zu kommen, aber das waren ein paar gute und lustige, die mir jetzt eingefallen sind. Mitte März ruf ich also diesen Farmer an und er meinte, ich könne doch glatt nächste Wochevorbei kommen und anfangen mit arbeiten.Da ich nicht wirklich fest beim Australischen Roten Kreuz angestellt war, war es kein Problemdort von einem auf den anderen Tag au zu hören. In der Woche davor, staubte ich natürliche nocheinige Prämien für viele Verkäufe ab.Als ich meinen Freunden berichtet, dass ich nun nächste Woche weiter ziehen würde, gab eseinige Trauer aber auch das Versprechen irgendwann nochmal nach Sydney zurück zu kehren.Natürlich musste das letzte Wochenende in der großen Stadt Australiens zum Abschied feiernherhalten.

Am 21.03.2010 verließ ich dann schließlich mit einem roten Greyhound-Bus Sydney.Der Farmer hatte gemeint, es würde vor Donnerstag(25.03.) nicht sehr viel Arbeit geben undso beschloss ich einen Abstecher ins Surfer's Paradise zu machen und dort nochein paar Tage vor meiner harten Farm-Arbeit zu relaxen.Die Reise mit dem großen Bus war sehr gemütlich und dauerte 11 Stunden. Jedoch Surfer's Paradise war alles anderewie ich es mir vorgestellt hatte. Seht selbst:
Ich buchte mich dort also in einem netten Hostel für 2 Nächte ein.Das Hostel war im Gegensatz zum anderen Teil des Hochhaus-Dschungels eherklein, relaxed und erinnerte mich an das Surfside Bondi Beach in Sydney, in demes mir so gut gefallen hatte.Ich verbrachte also 3 Tage im Surfer's Paradise, in welchem ich keine seeeehr geilenWellen für Surfer vor fand und machte neue Bekanntschaften und Freunde.Natürlich gab es dort wie in fast jedem Hostel Pub-Nights, an denen ich natürlich teilnehmen musste.
Am Mittwoch, nach Sonnen baden, Strand und Body-Board-fahren gings also weiterRichtung 'Gatton', so heißt das Städtchen mit Arbeit für mich. Wieder mit einem Greyhound-Bus vom SP nach Brisbane(ca. 2 Stunden) und dann weiter nach Gatton(ca. Weitere 2 Stunden).

Gatton, arbeiten und alles Weitere kommt bald...