Ok, Gatton.Gatton könnte man vielleicht von der Größe her mit ganz RSK N vergleichen.Es ist eher ein Nest. Nicht sehr viel los. Ein gutes Pub, Coles und IGA Supermarkt,ein Internetcafé(!!!), verschiedene kleine Geschäfte für Gemüse und so Zeug, ein paarKleiderläden, viel Farm-und Traktorengeschäfte, ein kleines Bahnhöfchen, einen kleinen, netten Park, ein Freibad mit einem Becken, dass nicht für jeden nutzbar ist und einen KFC(!!!).Als ich dann also am Mittwoch (24.03.) gegen 4 in diesem Nest ankam, wurde ich vom Farmer am Stadtzentrum(unten zu sehen) abgeholt und zu einen anderen Arbeiter gebracht.


In Gatton leben relativ viele Wanderarbeiter und als Unterkünfte gibt es viele WGs oderBuden im Caravanpark. Der Farmer, den alle 'Rooster' nennen, brachte mich also zu einemanderen Arbeiter um mit diesem zu wohnen. Diesen 'Haus' in dem ich dann ca. eine Wochewohnte stellte sich dann allerdings nicht nur als 2er-WG heraus. Wir teilten uns diese kleine,schäbige Bude mit tausenden von Kakerlaken, Moskitos und sonstigem Getier, von dem ich, vielleicht zum Glück, nichts gesehen habe.
Diese Unterkunft war zwar sehr preiswert, ich hatte mein eigenes Zimmer(oder eher Kammer) jedoch stand mir der Sinn nach etwassaubererem und nach einer WG mit Internetanschluss. Als mir dann beim Arbeiten eineKollegin anbot bei ihrem Sohn ins frisch gekaufte Haus mit ein zu ziehen, ließ ich nichtsanbrennen und zog am darauf folgenden Wochenende in eine neue, schönere Behausung.
Hier hatte ich mein eigenes(, richtiges) Zimmer, eine gute Küche, schönes Wohnzimmer und 2 sehr nette Mitbewohner. Internet gibt es auch, also konnte ich ab da an wieder besserKontakt zur Außenwelt finden.




Zum Arbeiten. 'Rooster ist nicht direkt ein Farmer. Er arbeitet für Farmer und stelltTeams(oder hier Gangs genannt: Brokkoli-Gang, Lettuce-Gang,...) zusammen, welche für die Farmer arbeiten.Z.B. wir ihm am Vorabend gesagt: 'Ok Mate! Wir brauchen 6 Leute zum Brokkoli schneiden,5 Leute zum Verpacken, 6 zum Salat ernten und 10 zum Saat pflanzen!'Und so stellt er die Gangs zusammen und am Morgen werden alle abgeholt und zuihrem Arbeitsplatz gebracht.Für mich sieht das dann so aus:Ich steh um 5:30 vorm Haus und warte auf den Arbeiterbus, der meistens so gegen 5:50kommt. Um 6:00 sollte dann die Arbeit überall anfangen. Ich steig dann also in den Bus ein undhabe meistens noch keine Ahnung was ich heute machen werde. Somit kann es schon ziemlichAufregend sein! Vor allem in der 1. Woche, wenn man noch gar keinen Plan hat.Dann wird bis ca. 9:00 gearbeitet und dann gibt es ein kleines bezahltes Vesper.Danach wird meistens bis ca. 13:00 oder auch mal 16:00 weitergearbeitet.Bisher war ich Brokkoli ernten,




in einer großen Halle Brokkoli in Kartons mit Eis verpacken und kleine Plätzchen pflanzen.Das Pflanzen und ernten passiert auf riesigen Feldern, wie man vielleicht auf den Bildern erahnenkann. Leider sind die Bilder nicht besonders gut, da meine Kamera irgendwie im Surfer's Paradisekaputt ging und ich Bilder mit meinem Handy machen musste. Beim Ernten läuft man stupide den ganzen Tag einem großen Traktor mit 3 riesigen Körben hinterher und wirft eine Pflanze nach der anderen hinein. Beim Pflanzen sitzt man ca. hinten auf der Ackerschiene des Traktors und stecktso schnell man kann kleine Pflanzen in eine Maschine, welche die Pflanzen unten in die Erde stampft. Die Arbeit an sich ist nicht sehr anstrengend, jedoch die Dauer und die Sonne erschweren sie sehr.




So watet man dann oft durch die(für mich) hüfthohen Pflanzenfelder, meistens ohne zu sehen was auf dem Boden unter einem so abgeht(--> Frösche, Echsen, Schlangen,...). Beim Arbeitenwird sich dann oft über Footy (in Australien Rugby) unterhalten. Rugby ist hier ca. so populär wie bei uns Fußball. Jeder hat so sein Lieblingsteam und so wird oft gefachsimpelt und von Spielen geschwärmt.




Oft wir auch Samstags gearbeitet, was mir nur entgegen kommt, da man somit einen Tag mehrzum Geld verdienen hat. Am Wochenende wird aber auch öfters mal in geselliger Runde zusammen gesessen und über Arbeit, die Heimat oder sonstiges geredet, getrunken, getanzt und gelacht.Hier in Gatton gibt es erstaunlich viel Koreaner, die Briten und Iren sind auch stark vertreten.Deutsche habe ich hier jetzt noch nicht sehr viel kennen gelernt.Zum Geld sparen und Arbeiten ist Gatton genau das Richtige, hier gibt es nicht viel(außer KFC vielleicht) wo man sein Geld raus pulvern kann.











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